Winterpower mit Grünkohl

Grünkohl zählt zu den gesündesten Nahrungsmitteln und enthält z. B. rund doppelt so viel Vitamin C wie Zitronen. Viele kennen ihn allerdings nur herzhaft-deftig mit Kasseler und Mettwurst. Dabei hat der krause Kohl viel mehr zu bieten. Für eine exotische Beilage wird er mit Schalotten gedünstet und mit frischen Kokosraspeln, etwas Ingwer, Koriander und Fenchel verfeinert. Grünkohl schmeckt aber auch, kurz blanchiert, in einem Salat mit Oliven, Nüssen und einem kräftig-würzigen Dressing.

Eine gesunde Knabberei sind Grünkohlchips. Dazu wird der Kohl in mundgerechte Stücke geschnitten, gewaschen und in einer Salatschleuder getrocknet. Anschließend mit Olivenöl, Salz und etwas Chilipulver eine Marinade herstellen und die Blätter darin sorgfältig wenden. Die Chips werden auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech für 30–40 Minuten bei 130 °C gebacken. Wenn der Ofen zwischendurch kurz geöffnet wird, kann der Wasserdampf entweichen.

Probieren Sie Grünkohl auch als Getränk. Mit Banane, Orange und Ingwer wird das Gemüse im Mixer zu einem erfrischenden Smoothie, der süße und herbe Aromen vereint. Gleichzeitig versorgt der Drink den Körper mit wertvollen Inhaltsstoffen. Denn Grünkohl hat im Vergleich zu anderen Gemüsearten einen sehr hohen Gehalt an Provitamin A, B-Vitaminen, Folsäure, Vitamin E, K und C und Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium und Eisen. Hinzu kommen Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide und Senfölglykoside.

Vor der Zubereitung werden die einzelnen Blätter vom Strunk geschnitten und die dicken Mittelrippen entfernt. Danach die Blätter gründlich waschen, in Streifen zupfen oder Stücke schneiden.

Bis zum März finden Verbraucher Frischware aus deutschem Anbau. Achten Sie beim Einkauf auf die Qualität: Die Blätter sollten knackig aussehen und eine sattgrüne Farbe haben. Häufig ist bereits gerupfte Ware in 1-kg-Folienbeuteln erhältlich. Im Gemüsefach des Kühlschranks ist das „heimische Superfood“ einige Tage haltbar. Generell sollte Grünkohl schonend gegart werden, damit die wertvollen Vitamine und Mineralien möglichst erhalten bleiben.

Übrigens: Immer wieder hört man, dass Grünkohl erst richtig gut schmeckt, wenn die Blätter Frost ausgesetzt waren. Doch entscheidend ist lediglich die Verweildauer auf dem Feld: Je länger Grünkohl reift, desto mehr Zucker bildet er – und schmeckt dann vollmundiger.

Quelle: Heike Kreutz, www.bzfe.de

Foto: © efired - stock.adobe

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