Weniger Tote durch Passivrauchen

Die Zahl der auf Passivrauchen zurückzuführenden Todesfälle an Lungenkrebs ist in den vergangenen 20 Jahren trotz einer allgemein alternden Bevölkerung gesunken. Das haben Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) in einer Studie ermittelt. Im Jahr 2012 sind demnach rund 47.000 Menschen an Lungenkrebs gestorben, darunter rund 6.000 Nichtraucher. Somit gehen 7,6 % der männlichen und 4,7 % der weiblichen Lungenkrebsopfer bei Nichtrauchern auf Passivrauchen zurück.

„Nach unseren Schätzungen sind pro Jahr 167 Lungenkrebstodesfälle auf Passivrauchen zurückzuführen. Diese Zahl ist im Vergleich zum Jahr 1994 deutlich gesunken, damals waren es 400“, so Prof. Dr. Heiko Becher, Studienleiter und Direktor des Instituts für Medizinische Biometrie und Epidemiologie des UKE.

Insgesamt waren im Jahr 2012 ein Viertel der nichtrauchenden Frauen und etwa 40 % der nichtrauchenden Männer Passivraucher. 1994, als in Deutschland zuletzt eine Risikobewertung von Passivrauchen durchgeführt wurde, waren noch etwa 60 % der Männer und 70 % der Frauen durch den rauchenden Partner, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit Zigarettenrauch ausgesetzt.

Quelle: http://www.uke.de

Foto: Fotolia: ©Maksim meljov

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