Vorsicht bei der Pilzsuche

Wer die verschiedenen Arten sicher unterscheidet, kann mit selbst gesammelten Pilzen herrliche Gerichte zaubern und genießen. Allerdings sollten zur eigenen Sicherheit nur Pilze gesammelt werden, die sich eindeutig bestimmen lassen. Bei geringstem Zweifel bleibt das Exemplar besser stehen. Das Internet und Apps sind dabei keine guten Hilfsmittel. Auch Verfärbungen an mitgekochten Silberlöffeln oder Zwiebeln oder Fraßspuren von Tieren sagen nichts über die Giftigkeit der Pilze aus.

Eine besondere Gefahr geht vom Knollenblätterpilz aus. Er enthält Zellgifte, die zu Leberschäden und im schlimmsten Fall zum Tod führen können. Dabei hat er keinen abstoßenden Geschmack, und Vergiftungssymptome wie Übelkeit und Erbrechen können erst nach vielen Stunden auftreten. Der Knollenblätterpilz kann mit verschiedenen Champignonarten (Agaricus spec.), Täublingen (Russula spec.) oder Scheidlingen (Volvariella spec.) verwechselt werden. In Syrien und anderen Teilen der Welt gibt es essbare Pilze, die von den hiesigen Knollenblätterpilzen kaum zu unterscheiden sind. Daher sind Asylsuchende besonders gefährdet.

Bei Verdacht auf eine Pilzvergiftung sollte schnellstmöglich ein Krankenhaus aufgesucht werden. Erbrochenes, Putzabfälle und Reste der Mahlzeit können bei der Diagnose helfen.

Die Telefonnummern der Giftnotrufzentralen finden Sie hier: https://www.bvl.bund.de/DE/01_Lebensmittel/03_Verbraucher/09_InfektionenIntoxikationen/02_Giftnotrufzentralen/lm_LMVergiftung_giftnotrufzentralen_node.html

Quelle: www.bzfe.de

Foto: © voltan - stock.adobe

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