Top 5 der Kürbissorten

Man mag es kaum glauben, aber aus botanischer Sicht sind Kürbisse Beeren. Im Handel und im allgemeinen Sprachgebrauch zählen sie aber zum Fruchtgemüse. Vor einigen Jahren waren die bunten Riesen fast nur als Halloween-Laterne geschätzt oder galten bestenfalls als Arme-Leute-Essen. Doch das hat sich gewandelt: Heute sind sie als vielseitiges und schmackhaftes Saisongemüse geschätzt: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes betrug die Erntemenge 2018 in Deutschland rund 78.147 Tonnen, fast doppelt so viel wie 2006. Die Früchte variieren in Größe, Form und Farbe gewaltig. Hier die Top 5 der mehr als 100 verschiedenen Speisekürbisse:

Der Spitzenreiter Hokkaido punktet durch sein feines Esskastanien-Aroma und eine weitere Besonderheit: Man kann seine Schale in gegartem Zustand mitessen. Dadurch ist er unkompliziert vorzubereiten. Allerdings enthält er sehr viele Kerne und dadurch einen geringeren Fleischanteil. Schale und Fruchtfleisch sind leuchtend orange. Die zwiebelförmigen Früchte werden mit 1–2 kg Gewicht angeboten.

Butternut wird wegen seiner Form auch Birnenkürbis genannt. Er wird meist mit einem Gewicht von bis zu 2 kg angeboten und enthält nur wenige Kerne. Sein Fruchtfleisch ist zart und dezent süß, mit einem feinen Butteraroma. Vor der Zubereitung muss man die dünne Schale entfernen. In der Küche ist er extrem vielseitig und lässt sich sogar als Rohkost in Salaten verwenden.

Die Bischofsmütze (Turbankürbis) wiegt meist 1–2 kg und hat ihren Namen aufgrund der lustigen Form. Durch diese ist der Kürbis schwer zu schneiden – und muss geschält werden. Deshalb wird er gerne ausgehöhlt und mit Suppe gefüllt. Gleichwohl ist das Fruchtfleisch aromatisch und leicht süßlich.

Sweet Dumpling wird mit einem Gewicht von nur 300–600 g geerntet. Die Schale der grün-, gelb- oder orangegestreiften Frucht kann man mitessen. Das Fruchtfleisch schmeckt süß, ein wenig nach Esskastanien und ist sogar roh ein Genuss, z. B. im Salat.

Der Spaghetti-Kürbis bereichert erst seit wenigen Jahren unser Gemüseangebot. Die oval-runde, längliche Form und die Kolorierung erinnern an eine blasse Honigmelone. Das hellgelbe Fruchtfleisch hat lange Fasern, die sich nach dem Garen spaghettigleich aus der Hülle lösen lassen. Dazu halbiert man den Kürbis, entfernt das Kerngehäuse und dünstet die Frucht 20 Minuten lang.

Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de

Foto: © Studio Barcelona - stock adobe

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