Stillen verringert Neurodermitis

Laut aktueller Studien haben gestillte Säuglinge später ein geringeres Risiko für viele Erkrankungen wie Asthma, Übergewicht, chronische Darmentzündungen, Antibiotikaresistenzen und Allergien. Während der Stillzeit erleiden die Kinder außerdem seltener Erkrankungen wie Durchfall, Mittelohrentzündung, plötzlichen Kindstod, Atemwegs- und Hirnhautentzündungen. Wie eine amerikanische Studie nun ergab, entwickeln Säuglinge, die in den ersten drei Lebensmonaten ausschließlich gestillt wurden, später auch deutlich seltener Neurodermitis.

Neurodermitis und andere Ekzeme zeigen eine Tendenz, chronisch zu werden. Die Haut juckt, sie entzündet sich beim Kratzen und bildet Blasen, die leicht aufreißen. Bislang wusste man, dass Gene und Umwelt die Entwicklung und den Verlauf der entzündlichen Erkrankungen beeinflussen.

Die Forscher nutzten die Daten der Langzeitstudie „Infant Feeding Practices Study II“. Diese verfolgte die Ernährung von rund 2.000 schwangeren Frauen im dritten Trimester und die Ernährung der Babys im ersten Lebensjahr. In der Folgeuntersuchung wurden die Gesundheits-, Entwicklungs- und Ernährungsbedingungen von 1.520 dieser Kinder im Alter von 6 Jahren untersucht. 58,5 % der 6-Jährigen wiesen bei der Nachuntersuchung ein Ekzem auf.

„Kinder, die drei Monate oder länger ausschließlich gestillt worden waren, hatten eine signifikant geringere Wahrscheinlichkeit, dass sie im Alter von 6 Jahren unter einem Ekzem litten, verglichen mit Gleichaltrigen, die niemals gestillt wurden oder die weniger als drei Monate lang gestillt wurden“, so Katherine M. Balas, klinische Forschungsassistentin bei Children's National und Hauptautorin der Studie.

Quelle: www.kinderaerzte-im-netz.de

Foto: Adobe Stock, Oksana Kuzmina

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