Schwimmen: Ab ins kühle Nass!

An heißen Tagen ruft der Körper geradezu nach Abkühlung im Wasser. Wer dabei immer wieder eine Schwimmeinheit einlegt, tut sich etwas richtig Gutes. Denn Schwimmen gehört zu den gesündesten Bewegungsformen überhaupt. Wasser hat eine ungefähr tausendmal größere Dichte als Luft und reduziert das Körpergewicht auf ein Siebtel. Jede Bewegung muss deshalb gegen einen wohltuenden Widerstand ausgeführt werden. Diese natürliche Zeitlupe verbraucht jede Menge Kalorien und trainiert schonend und konsequent den Bewegungsapparat. Der Wasserdruck unterstützt außerdem den Blutrückfluss und entlastet damit Herz und Blutgefäße. Muskel-, Herz-Kreislauf- und Lungenfunktion werden verbessert.

Kraulen ist der schnellste Schwimmstil und fordert vor allem die Armmuskulatur. Der Körper liegt dabei flach mit dem Gesicht nach unten im Wasser. Zum Atmen wird der Kopf zur entlasteten Seite gedreht. Zur Stärkung der Rückenmuskulatur und wenn die Strecke frei ist, ist Rückenschwimmen genau das Richtige. Ein Vorteil ist die unkomplizierte Atemtechnik, denn Mund und Nase bleiben außerhalb des Wassers. Wie beim Kraulen gilt: Mit den gestreckten Beinen kraftvoll paddeln. Brustschwimmen ist die verbreitetste, aber auch die langsamste Schwimmart. Bei Rückenleiden ist dieser Stil aufgrund der Hohlkreuzhaltung weniger geeignet. Ausnahme ist die sportliche Variante, bei der sich der Kopf überwiegend im Wasser befindet. Hierdurch liegt der Körper flacher im Wasser und kommt damit schneller und entspannter voran.

In Deutschland sind im Jahr 2018 mehr als 500 Menschen bei Badeunfällen ertrunken. Sicherheit steht daher im Wasser an erster Stelle, mit folgenden Baderegeln:

  • weite Strecken in natürlichen Gewässern nicht allein schwimmen, denn ein Krampf im tiefen Wasser kann fast bewegungsunfähig machen
  • nicht mit ganz vollem oder ganz leerem Magen ins Wasser gehen
  • vorher ausreichend abkühlen (ein Sprung in kaltes Wasser kann zu Kreislaufversagen führen)
  • Kinder unter acht Jahren nie unbeaufsichtigt lassen
  • nur ins Wasser gehen, wenn man sich wohlfühlt
  • nur in freigegebenen Badebereichen ins Wasser gehen
  • bei Frösteln oder blauen Lippen das Wasser verlassen
  • niemanden durch einen Sprung ins Wasser gefährden
  • nur ins Wasser springen, wenn es sicher tief genug und frei ist und einen Blick auf den Grund erlaubt

Tipp: Wer zu Krämpfen im Wasser neigt, kann durch Vordehnen (Fußspitze bei gestrecktem Bein in Richtung Nase ziehen), lockeres Einschwimmen und ausreichende Magnesiumversorgung vorbeugen.

Quelle: www.text-gesundheit.de

Foto: master1305/Stock Adobe

Zurück