Schüler leiden immer häufiger unter Rückenschmerzen

Schmerzen im unteren Rückenbereich sind bei Kindern im schulpflichtigen Alter ein häufiges Problem. Je älter die Kinder werden, desto höher ist das Risiko. Eine Umfrage kommt zum Ergebnis: Wiederholt auftretende Rückenschmerzen nehmen mit zunehmendem Alter der Heranwachsenden zu: Sie treten demnach bei 35,7 % der 17-jährigen Mädchen und 18,6 % der gleichaltrigen Jungen auf. Die meisten Rückenschmerzen sind harmlos, können jedoch tägliche Aktivitäten wie die Teilnahme am Schulunterricht oder am Sport beeinträchtigen. Zudem haben betroffene Jugendliche ein höheres Risiko, auch als Erwachsener darunter zu leiden.

Den Autoren zufolge ist nicht ein einzelner Faktor für Rückenschmerzen verantwortlich, wie häufig angenommen wird. Bei Schulkindern trägt eine Überbeanspruchung und/oder eine zurückliegende Verletzung häufig dazu bei. Heranwachsende, die übermäßig viel oder zu wenig Sport treiben, sind anfällig dafür – Letztere, weil ihre Muskeln zu wenig trainiert sind. Weitere mögliche Risikofaktoren sind ein besonders schnelles Wachstum, Stress und Rückenschmerzen in der Familie.

Bei Rückenschmerzen sollte der Kinder- und Jugendarzt entscheiden, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind und das Kind evtl. einen Spezialisten aufsuchen sollte. Den amerikanischen Forschern zufolge suchen nur 7 % der Betroffenen medizinische Hilfe.

Gerade bei Heranwachsenden ist es wichtig, die Intensität beim Sport schrittweise erhöhen, um Verletzungen zu vermeiden. Darüber hinaus dürfen Schüler, die sich besonders sportlich engagieren oder auch früh spezialisieren, die Erholungsphasen nicht vergessen. Zu häufige Wiederholungen von bestimmten Bewegungsmustern einer Sportart können zu Überlastungen führen. Faustregel: Junge Sportler sollten nicht mehr Stunden in einer Woche Sport treiben, als sie Jahre alt sind.

Quelle: https://www.kinderaerzte-im-netz.de

Foto: © Koepenicker - stock.adobe

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