Rope Skipping – Seilspringen mit Speed

Sie finden Seilspringen eigentlich nicht schlecht, kamen aber seit Jahren oder Jahrzehnten nicht mehr dazu? Dann ist es Zeit für die moderne Form namens Rope Skipping. Es entstand in den 1960er-Jahren in den USA, wo es nicht nur als Kraft-Ausdauer-Training im Leistungssport, sondern bis heute auch bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen erfolgreich eingesetzt wird. Später wurde die Disziplin auch in Deutschland als Gesundheits- und Freizeitsport entdeckt.

Mit Speed Ropes flott von der Hand

Die Seile bestehen je nach Verwendungszweck aus verknüpfter Kunstfaser (Speed Rope) oder sind zusätzlich kunststoffummantelt, z. B. mit aufgereihten Hülsen (Gliederseil). Für besondere Zwecke (z. B. viele Springer) werden auch langsamere Stoffseile oder sehr schnelle Drahtseile (Ultra Speed Rope) verwendet. Die Hohlgriffe erlauben dabei ein freies Drehen. Zum Einstieg bietet sich ein Speed Rope mit kurzen Griffen an. Fortgeschrittene können Langgriffseile verwenden.

Powersport: Körperspannung, Ausdauer, Reaktion

Immer das Seil im Auge, dynamisch und schnell agieren, und dies mit bis zu 200 Sprüngen pro Minute: Kein Wunder, dass dabei Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Gleichgewicht, Koordination und Teamwork geschult werden. Sie benötigen dazu lediglich ein Seil, griffige Sportschuhe, anliegende Kleidung und einen glatten Untergrund.

Kalorienverbrauch dreimal so hoch wie beim Joggen

Variantenreiche Schrittfolgen und Sprungkombinationen machen Rope Skipping zum dynamischen Powersport. Kraft und Ausdauer werden dabei dreimal so intensiv trainiert wie beim Joggen. Daher eignet sich Rope Skipping ideal zum körperlichen Aufbau, aber auch zum Abnehmen. Weil dabei nicht nur Herz-Kreislauf-System und Beine, sondern auch Po-, Bauch-, Rücken-, Brust-, Schulter- und Armmuskeln gestärkt werden, erfüllt es zugleich alle Kriterien eines gesunden Ganzkörpersports. Lediglich bei Erkrankungen des Bewegungsapparats ist es ungeeignet.

Gemeinsam springen als Königsdisziplin

Für Einsteiger eignet sich das Einzelspringen. Dabei bieten sich neben dem beidbeinigen Springen (Easy Jump) später Tricks wie Laufschritt, grätschen und überkreuzen der Beine, kreuzen der Arme und für Geübtere Mehrfachdurchschläge und Drehungen an. Bei mehreren Springern lassen sich Platzwechsel, Tanzfiguren, Schwinger-Springer-Wechsel und sogar Akrobatikübungen einbauen. Beliebt ist auch der Double Dutch: Zwei Schwinger lassen zwei lange Seile (ca. 5,40 m) in Gegenrichtung rotieren, mit beliebig vielen Springern. Wem selbst das nicht reicht, kann an Meisterschaften bis hin zum World Cup teilnehmen.

Quelle: www.text-gesundheit.de

Foto: © grk - stock.adobe.com

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