Coronavirus: Was jeder tun kann

Gegen Ende 2019 meldete China eine Häufung von Lungenentzündungen unklarer Ursache aus der Millionenstadt Wuhan. Etwa eine Woche später identifizierten Wissenschaftler ein neuartiges Virus namens Sars-CoV-2 als Ursache der Infektion COVID-19. Seither breitet sich das neue Coronavirus zunehmend auf dem Globus aus und hält die Menschheit in Atem. In den weitaus meisten Fällen verläuft die grippeartige Infektion jedoch mild, ohne Komplikationen und heilt folgenlos wieder ab. Von schweren Verläufen sind vor allem ältere Menschen betroffen. Ein Teil der Experten geht laut dem Science Media Center von einer Sterblichkeit von 0,1 % aus, also etwa dem Niveau der jährlichen Grippe (Influenza). Andere kommen auf erheblich höhere Werte, indem sie jedoch die Sterblichkeit lediglich auf die Zahl der gemeldeten bzw. getesteten Fälle beziehen. Stellt ein Arzt den Verdacht einer Infektion, die Infektion oder den Tod durch das Sars-CoV-2 fest, muss er dies dem zuständigen Gesundheitsamt melden.

Gegen die Viren helfen keine Arzneimittel, auch keine Antibiotika (diese wirken gegen Bakterien). Daher raten Experten davon ab, vorsorglich oder im Fall einer Infektion Medikamente zu besorgen. Auch Hausmittel richten gegen die Erreger nichts aus und können lediglich den Verlauf etwas abmildern. Die auch gegen die jährliche Grippe wirksamen Vorsorgemaßnahmen verringern jedoch die Wahrscheinlichkeit einer Infektion.

So reduziert Händewaschen (20 bis 30 Sekunden gründlich einseifen) die Keimzahl etwa um den Faktor Tausend. Daher empfiehlt es sich immer nach dem Händeschütteln, Kontakt mit Kranken, Schnäuzen und Nach-Hause-Kommen. Neben den Händen anderer Menschen sind besonders häufig Kunststoffoberflächen wie Einkaufswagen, Drucktasten oder Tankstutzen mit hohen Keimzahlen belastet. Bis zur nächsten Waschmöglichkeit sollte man Gesicht oder Lebensmittel nicht berühren. Aber auch vor manchen Tätigkeiten ist Händewaschen angesagt, insbesondere vor dem

  • Essen
  • Zubereiten von Essen
  • Behandeln von Wunden
  • Hantieren mit Medikamenten oder Kosmetika
  • Berühren anderer Menschen
  • Eincremen oder Schminken des Gesichts.

Niesen und Husten sollte man abgewandt von anderen Menschen in den Ellenbogen und bei Krankheit zu Hause bleiben. Händeschütteln und Begegnungen mit vielen Menschen auf Veranstaltungen oder in geschlossenen Räumen sollte man während einer Infektionswelle meiden. Eine Grippeimpfung schützt jedoch nicht vor dem Coronavirus. Auch vom Tragen von Schutzmasken raten Experten ab: Nur medizinische Masken, die etwa alle 20 Minuten gewechselt werden, würden vor den Keimen schützen – dann aber die Atmung behindern und in großem Ausmaß die Materialvorräte verknappen.

Selbstverständlich wird bei der gesetzlichen Krankenversicherung die Versorgung bei einem begründeten Verdacht auf eine Coronavirus-Erkrankung sichergestellt. Das schließt natürlich auch die medizinisch notwendige Diagnostik mit ein. Der Test wird immer dann bezahlt, wenn die vom Robert Koch-Institut (RKI) formulierten Kriterien vorliegen. Der GKV-Leistungskatalog passt sich bei der Laboruntersuchung auf das Coronavirus damit automatisch und laufend an die Veränderungen der vom RKI vorgenommenen Kriterien aufgrund der aktuellen Risikobewertung an.

Das Auswärtige Amt stellt Informationen für Beschäftigte und Reisende bereit unter: https://www.auswaertiges-amt.de/blob/2294930/8ee1f94e0a9edc9f53d487a475e66a43/ncov-data.pdf

Antworten des Robert Koch-Instituts auf häufig gestellte Fragen: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html?nn=13490888

Quelle: www.text-gesundheit.de

Foto: © west-photo - stock.adobe

Zurück