Kaki: Vollreifer Genuss

In der dunklen Jahreszeit ergänzen Zitrusfrüchte und exotische Früchte das Obstangebot. Dazu gehört seit einigen Jahren auch die Kaki. Die gelb- bis rotorange gefärbte Frucht ist süß und hat ein saftiges Fruchtfleisch. Sie schmeckt pur, im Joghurt und Müsli, in der Konfitüre oder im Pfannkuchen. Selbst Chutneys und indische Currys lassen sich mit dem Obst zubereiten. Probieren Sie die Kaki auch mit Ziegenkäse überbacken oder in einem Salat mit Möhren und Walnüssen.

Die Früchte enthalten reichlich Ballaststoffe, Eisen, Kalium, Magnesium und Phosphor, Provitamin A und die Vitamine K, B und C. Da das Obst wenig Fruchtsäure besitzt, ist es auch für einen empfindlichen Magen gut bekömmlich. Kakis haben einen mehr oder weniger hohen Gerbstoffgehalt, den sie erst bei Vollreife als weiche Frucht verlieren - oder durch eine CO2-Behandlung nach der Ernte.

Die Kaki ist nur vollreif genießbar. Dann gibt sie unter sanftem Druck nach, ähnlich wie eine reife Tomate, ist durchscheinend und saftig. Sie können sie essen wie eine Kiwi: einfach die Frucht halbieren und das Fleisch auslöffeln. Die Schale wird in der Regel nicht mitgegessen.

Ursprünglich stammt die Frucht aus Zentralchina. Es gibt eine große Vielzahl an verschiedenen Sorten, bei uns sind aber meist nur drei im Handel: Die den Markt beherrschende Sorte ist die Rojo Brillante, die meist aus dem valencianischen Gebiet la Ribera in Spanien stammt. Sie ist länglich-konisch geformt, hat eine orangefarbene Schale und kann bereits im festen Zustand wie ein Apfel mit Schale gegessen werden. Der Geschmack erinnert an eine Mischung aus Quitte, Birne und Aprikose. Vor dem Essen sollte das Obst gründlich gewaschen werden. Die ebenfalls bereits in festem Zustand mit Schale essbare Sharonfrucht hat gelborangene, etwas eckige Früchte, die in der fruchtbaren Sharonebene in Israel, aber auch in Spanien und Südafrika wachsen. Früchte der Sorte Kaki Tipo kommen aus Italien, sind rotorange und kugelig geformt.

Kakis haben ihre Hauptsaison in den Herbst- und Wintermonaten. Dann finden Verbraucher vor allem Früchte aus Spanien und Italien in den Obstregalen. Von Januar bis März ist vermehrt die Sharonfrucht aus Israel im Handel, während Kakis im Sommerhalbjahr überwiegend aus Südafrika und Peru stammen. Kaufen Sie kein Obst mit noch hellgrüner Schale, mit Druckstellen oder braunen Flecken. Bei Zimmertemperatur können härtere Exemplare innerhalb weniger Tage nachreifen. Reife Früchte sollten nicht zu lange liegen, da sie sonst matschig werden.

Quelle: Heike Kreutz, Hans-Georg Levin, www.bzfe.de

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