Kaffee: Drei bis vier Tassen täglich schaden nicht

Mit 162 Litern pro Kopf und Jahr ist Kaffee das beliebteste Getränkt der Deutschen – für die meisten Genießer ohne negative Folgen: Laut einer aktuellen britischen Studie ist ein üblicher Kaffeekonsum von bis zu vier Tassen täglich in den meisten Fällen nicht schädlich für den Körper. So war die Wahrscheinlichkeit für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einige Krebsarten, Typ-2-Diabetes und Gicht bei Kaffeetrinkern sogar geringer als bei Abstinenzlern. Auch Lebererkrankungen wie Leberzirrhose traten nicht so häufig auf. Außerdem war ein positiver Einfluss auf Parkinson, Depression und die Alzheimererkrankung nachweisbar. Bei Schwangeren kann sich der Kaffeekonsum allerdings negativ auf das Ungeborene auswirken, und auch Frauen mit einem erhöhten Risiko für Knochenbrüche sollten das Heißgetränk nicht zu häufig konsumieren.

Nach Ansicht der Autoren hat die Studie gezeigt, dass Kaffee von den meisten Erwachsenen ohne Bedenken getrunken werden kann. Er sollte aber nicht zur Vorbeugung von Krankheiten eingesetzt werden. Auch beruht der ermittelte gesundheitliche Zusammenhang möglicherweise darauf, dass chronisch Kranke seltener Kaffee trinken. Der Kaffeeverzicht ist dann jedoch nicht Ursache, sondern Folge der Erkrankung.

„Kaffeetrinker können ganz unterschiedlich auf Kaffee und seine Inhaltsstoffe reagieren“, meint Harald Seitz vom Bundeszentrum für Ernährung. „Letztendlich kommt es auf die Menge und die gesamten Ess- und Trinkgewohnheiten an. Wer gesund lebt und sich ausgewogen ernährt, dem schadet in den meisten Fällen auch der Kaffee nicht.“

Quelle: Heike Kreutz, www.bzfe.de

Foto: © dimakp - stock-adobe

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