Jetzt das Rad flottmachen

Frühlingszeit ist Fahrradzeit. Wer daher dieses Jahr sein Rad noch nicht aktiviert hat, sollte nun zur Tat schreiten. Denn Fahrradfahren eignet sich für Alltag und Freizeit ideal als gesunde Bewegungsform. Es beugt Herz-Kreislauf- und Rückenproblemen vor, verbessert Kraft und Ausdauer – und bringt jede Menge gute Laune. Auf kurzen Strecken gibt es außerdem kein schnelleres Verkehrsmittel. Sie kommen dabei entspannt an, sind flexibel, bleiben in Bewegung und müssen keinen Parkplatz suchen.

Vorbeugen gegen Herz-Kreislauf- und Gelenkerkrankungen

Wer drei- bis viermal pro Woche 30 Minuten in die Pedale tritt, verringert das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen einschließlich Herzinfarkt bereits um rund 50 %. Außerdem bringt regelmäßiges Radfahren den Blutkreislauf in Schwung und erhöht das Schlagvolumen des Herzens. Durch Cholesterinabbau sinkt das Risiko für Arteriosklerose (Arterienverkalkung), und die Adern werden flexibler. Gelenke und Muskeln des ganzen Körpers werden schonend aufgebaut.

Radfahren als Freizeitsport: Mäßig, aber regelmäßig

Fahrradfahren zählt zu den gesündesten Freizeitsportarten. Beginnen Sie locker und steigern Sie zunächst mit jeder Fahrt die Entfernung, dann erst das Tempo. Treten Sie mit dem Vorderfuß (Fußballen) und fahren Sie sich bei Radtouren die ersten 10 Minuten locker ein, bevor Sie richtig loslegen. Schwitzen ist erwünscht! Mit einer Fitnessuhr können Sie sich vor Überlastung bewahren: Der ideale Trainingspuls beträgt bei Jüngeren etwa 150, im mittleren Alter 140 und bei Älteren 130.

Bereits Einsteiger verbrauchen beim Radfahren rund 250–300 Kilokalorien pro Stunde, Trainierte das Dreifache – eines der besten Rezepte gegen Übergewicht. Lange lockere Radfahrten (> 60 Minuten) tragen besonders zum Fettabbau bei, während kurze oder intensive Einheiten stärker den Körper trainieren.

Starten Sie nicht mit ganz leerem oder vollem Magen. Kleine Mahlzeiten davor sind etwa Müsli, Bananen und Äpfel oder leichte Gerichte mit Nudeln, Reis oder Kartoffeln. Auch ausreichend Leitungswasser gehört ins Gepäck, bei längeren Strecken auch Bananen oder getrocknete Früchte.

Die richtige Einstellung: beschwerdefrei und sicher radfahren

Ob Mountainbike, City-, Renn- oder Trekkingrad: Wichtige Voraussetzung für gesundes Radfahren ist ein verkehrssicheres und auf die Körpergröße abgestimmtes Fahrrad. Der Lenker sollte in Höhe und Neigung so eingestellt sein, dass die Arme nicht ganz ausgestreckt sind und der Oberkörper leicht nach vorne geneigt ist. Lenkergriffe (schulterbreit) dürfen nicht verrutschen. Der Sattel hat die optimale Höhe, wenn die Ferse bei durchgestrecktem Knie gerade auf dem Pedal steht und beide Fußspitzen den Boden berühren. Auch die Rahmengröße (z. B. S–XL oder 52–64) sollte der Körpergröße entsprechen. Der Sattel sollte annähernd waagerecht stehen und so ausgewählt werden, dass das Körpergewicht auf den beiden Sitzbeinhöckern und nicht auf dem Schritt lagert. Ein Echtleder- oder härterer Gelsattel bietet eine gute Auflagefläche. Eine Federung vorne und hinten am Fahrrad schützt zusätzlich vor Stößen.

Tragen Sie einen TÜV-geprüften Fahrradhelm. Eine klare oder leicht getönte Fahrradbrille schützt Sie vor UV-Strahlung, Wind, Partikeln und Insekten. Fahrradhandschuhe vermeiden auf Touren Verletzungen der Hände durch Reibung oder Stürze. Bei schlechter Sicht erhöhen Kleidung in grellen Farben und Reflektorstreifen die Sicherheit. Prüfen Sie regelmäßig Bremsen (evtl. nachziehen, Bremsschuhe erneuern), Licht, Schrauben und Reifen (Druck, Profil, Risse?). Dann können Sie genussvoll in die bewegte Jahreszeit starten.

Foto: Yuri Arcurs

Zurück