Jeder siebte Todesfall durch Rauchen

Anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai bekräftigt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler ihre Forderung nach einem Verbot von Tabakwerbung auf Plakatwänden. Denn obwohl die Zahl der Raucher deutlich zurückgegangen ist, sterben jedes Jahr in Deutschland immer noch rund 121.000 Menschen an den Folgen ihres Tabakkonsums. Dies entspricht nahezu einem Siebtel aller Todesfälle (13,5 %).

Mortler: „Die Zahlen der jungen Raucherinnen und Raucher sinken seit Jahren. Diesen Weg müssen wir entschlossen weitergehen. Rauchen sollte kein Lebensgefühl sein, sondern es muss als das gesehen werden, was es ist: ein enormes Gesundheitsrisiko mit Todespotenzial. Deswegen ist mir das vom Bundeskabinett bereits beschlossene und nun dem Bundestag zur Entscheidung vorliegende Verbot der Tabakaußenwerbung so wichtig. Raucherwerbung in S-Bahnen und Bushaltestellen spricht diejenigen an, die noch nicht mit dem Rauchen begonnen haben. Der vorgezogene Tod sollte nicht auch noch beworben werden."

Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), erläutert: „Eine große Zahl der Raucherinnen und Raucher verstirbt an einer Krebserkrankung. Doch auch viele Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen, die bei Rauchenden zum Verlust gesunder Lebensjahre und zum frühzeitigen Tod führen, sind auf das Rauchen zurückzuführen." Thaiss weiter: „Nach einem Rauchstopp geht das Risiko für diese schweren Erkrankungen kontinuierlich zurück. Je früher man mit dem Rauchen aufhört, desto förderlicher für die Gesundheit."

Von E-Zigaretten rät sie klar ab: „Es besteht die Gefahr, dass Aufhörwillige mit der E-Zigarette das eigentliche Rauchritual beibehalten. Im Übrigen sind auch elektronische Zigaretten, die mit flüssigen Bestandteilen arbeiten, nicht risikolos." Aufhörwilligen Rauchern empfiehlt die BZgA die Schluss-Punkt-Methode. Dabei wird ein fester Tag gewählt, ab dem nicht mehr geraucht wird. Entscheidend ist es, sich auf diesen Tag gut vorzubereiten. Hierzu gehört, sich bereits im Vorfeld mit kritischen Situationen auseinanderzusetzen und sich geeignete Strategien gegen das Rauchverlangen zu überlegen.

Im Rahmen der "rauchfrei"-Kampagne unterstützt die BZgA beim Rauchstopp mit verschiedenen Angeboten:

Foto: © Viacheslav Iakobchuk, Fotolia

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