Informationen zur Impfung gegen COVID-19

Am 21. Dezember 2020 hat die europäische Arzneimittelbehörde EMA den Impfstoff gegen das Coronavirus zugelassen. Seit dem 27. Dezember 2020 werden nun auch in Deutschland die Impfungen durchgeführt. Zunächst werden Pflegeeinrichtungen von sogenannten "mobilen Impfteams" besucht, bevor das Impfen auch in den Impfzentren mit vorheriger Terminvereinbarung beginnt. 

Die Impfung wird für die Bevölkerung kostenlos sein und soll auf freiwilliger Basis geschehen. Wann genau eine Person sich impfen lassen kann, lässt sich pauschal nicht sagen und hängt dabei von verschiedenen Faktoren, wie beispielweise dem Alter und dem Beruf, ab. Denn zunächst wird das Kontingent von deutschlandweit ca. 3-4 Millionen Impfdosen bis Ende Januar nicht ausreichen, um alle Bürgerinnen und Bürger zu impfen. Daher ist eine Priorisierung notwendig. Damit diese medizinisch, ethisch und rechtlich gerechtfertigt ist, wurde die Priorisierung in Zusammenarbeit der Ständigen Impfkommission, des Ethikrates und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina erstellt. Unterteilt wird in Personengruppen mit „Höchster Priorität“, „Hoher Priorität“ und „Erhöhter Priorität“.

Höchste Priorität haben:

  • Über 80-Jährige
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind,
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko wie Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, SARS-CoV-2-Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten Tätigkeiten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen. (v.a. Hämato-Onkologie und Transplantationsmedizin)

 

Hohe Priorität haben:

  • Über 70-Jährige
  • Personen mit Trisomie 21, mit Demenz oder geistiger Behinderung, nach einer Organtransplantation
  • Enge Kontaktpersonen von solchen pflegebedürftigen Personen, die über 70 Jahre alt sind, an Trisomie 21 oder einer geistigen Behinderung (bzw. Demenz) leiden oder nach einer Organtransplantation ein hohes Infektionsrisiko haben
  • Kontaktpersonen von Schwangeren
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für geistig behinderte Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen,
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren
  • Polizei- und Ordnungskräfte, die im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in relevanten Positionen der Krankenhausinfrastruktur
  • Personen, die in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder tätig sind 

 

Erhöhte Priorität haben:

  • Über 60-Jährige
  • Personen mit folgenden Krankheiten: Adipositas, chron. Nierenerkrankung, chron. Lebererkrankung, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Diabetes mellitus, div. Herzerkrankungen, Schlaganfall, Krebs, COPD oder Asthma, Autoimmunerkrankungen und Rheuma
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko (Labore) und ohne Betreuung von Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten
  • Personen in relevanter Position in Regierungen, Verwaltungen und den Verfassungsorganen, in Streitkräften, bei der Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und THW, Justiz
  • Personen in relevanter Position in Unternehmen der kritischen Infrastruktur, im Apotheken und Pharmawirtschaft, öffentliche Versorgung und Entsorgung, Ernährungswirtschaft, Transportwesen, Informationstechnik und Telekommunikation
  • Erzieher und Lehrer
  • Personen mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen

Aktuelle Informationen zur Impfung in NRW erhalten Sie auf folgender Internetseite: 

Nordrhein-Westfalen 

https://www.mags.nrw/coronavirus-impfablauf oder https://www.land.nrw/corona/impfung 

 

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