Implantate: Zahnpflege doppelt wichtig

Zahnmedizinische Implantate und der darauf befestigte Zahnersatz benötigen eine besonders sorgfältige Pflege. Ansonsten droht eine Periimplantitis, eine Entzündung rund um die künstliche Zahnwurzel. Im schlimmsten Fall muss der Zahnarzt das Implantat entfernen.

Die sogenannte Periimplantitis ist mit einer Parodontitis an natürlichen Zähnen vergleichbar. Entzündliche Erkrankungen können nämlich nicht nur an natürlichen Zähnen, sondern auch an Implantaten auftreten. Dies sollte immer und möglichst früh behandelt werden. Ohne Behandlung besteht die Gefahr des Implantatverlusts. Rauchen erhöht das Risiko, ein Implantat zu verlieren.

„Bei nicht ausreichender Pflege des implantatgetragenen Zahnersatzes können sich Bakterien am Implantatpfosten anheften, an ihm entlang nach unten wandern und eine Entzündung des Zahnfleischs verursachen“, verdeutlicht Prof. Dr. Hans-Christoph Lauer, Direktor der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik der Universität Frankfurt am Main. „Schreitet die Entzündung fort, kann sie auf den Knochen übergehen. Eine Periimplantitis entsteht. Sie ist oftmals schlimmer und verbreitet sich schneller als eine Parodontitis an natürlichen Zähnen.“ Das liegt am Aufbau des Implantats. So ist das aus dem Zahnfleisch herausragende Verbindungsstück glatt und bei der täglichen Mundhygiene leicht zu reinigen. Der im Knochen verankerte Teil besitzt jedoch Gewindegänge und eine raue Oberfläche. Sind Bakterien bis hierher vorgedrungen, ist es viel schwieriger, sie zu entfernen als an einem natürlichen Zahn.

Quelle: www.prodente.de

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