Heuschnupfen: Gegen Pollen geschützt?

Heuschnupfen betrifft nach Angaben des Polleninformationsdienstes aktuell etwa 12 Millionen Menschen in Deutschland: Es kratzt im Hals, die Nase läuft, die Augen brennen. Manche Betroffenen entwickeln auch deutliche Probleme beim Atmen – das allergische Asthma. Denn Trilliarden 0,005–0,2 mm großer Pollen gelangen als gelblicher Staub in die Luft, normalerweise ohne gesundheitliche Folgen. Doch 10–20 % der Menschen reagieren mit Pollenallergie (Heuschnupfen) darauf: Binnen Minuten nach dem Kontakt kommt es zu juckender, laufender Nase, verquollenen, tränenden Augen, Bindehautentzündung, Husten, Hals- und Kopfschmerzen, häufig auch Müdigkeit. Mit jedem Jahr Heuschnupfen steigt dabei das Asthmarisiko. Die Symptome treten synchron zu den Flugzeiten der betreffenden Pollenart auf, beginnend im Februar mit Erle und Hasel, gefolgt von Baum-, Gräser- und Kräuterpollen. Im September gehen die Symptome mit dem abnehmenden Pollenflug meist deutlich zurück. Bei mildem Wetter fliegen einige Pollen jedoch ganzjährig.

Bestimmte Maßnahmen während der Pollenflugzeiten tragen wesentlich dazu bei, die Pollenlast und damit auch die Heuschnupfensymptome zu reduzieren, darunter:

  • Pollenschutzfliese (Fachhandel) an Fenstern
  • Pollenfilter im Auto (einmal jährlich austauschen), Fenster beim Fahren geschlossen halten
  • Wohnraumhygiene (alle Flächen mehrmals wöchentlich feucht wischen)
  • Alle Textilien (einschließlich Bett) und die Haare häufig waschen, nicht waschbare Textilien wie Sofas wöchentlich mit einem Allergikerstaubsauger absaugen
  • „Staubfänger“ wie größere Kunstwerke und offenes Sammelgut entfernen
  • Kleidungswechsel beim Betreten der Wohnung
  • gezieltes Lüften: in der Stadt zwischen 6 und 8 Uhr, auf dem Land zwischen 19 und 24 Uhr
  • Aufenthalte im Freien nach Regenfällen
  • häufig duschen
  • (Sonnen-)Brille
  • Rauchverzicht
  • Aufenthalte an der See oder im Gebirge
  • Stressmanagement, emotionales Gleichgewicht
  • bei chronischen Beschwerden: Hyposensibilisierung durch den Arzt („Gewöhnung“ durch gezieltes Verabreichen der Allergene über Monate bis Jahre) und evtl. Medikamente, um eine Verschlimmerung der Symptome zu verhindern
Foto: © Urafoc - stock adobe

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