Bücher im Schulranzen: Richtig gepackt?

Falsch gepackte und zu schwere Schulranzen oder -rucksäcke können bei Schülern Rücken-, Nacken- und Schulterschmerzen verursachen. Eine taiwanesische Studie stellte u. a. fest, dass sich das Gewicht eines Schulranzens nicht nur auf die Haltung des Rumpfs, sondern auch auf die Kopfhaltung auswirkt. Betrug das Gewicht 5 % des Körpergewichts, war die Auswirkung auf die Kopfhaltung am geringsten, bei 15 % des Körpergewichts am stärksten, u. a. mit einer übermäßigen Nackenbeugung.

Neben einem angemessenen Gewicht ist es wichtig, dass Schulranzen oder -rucksäcke zwei breite, gepolsterte Schultergurte besitzen, um den Komfort zu verbessern und eine gute Körperhaltung zu fördern.

Orthopäden geben u. a. folgende Tipps:

  • Kinder sollten immer beide Schultergurte benutzen, wenn sie einen Rucksack tragen. So wird das Gewicht gleichmäßiger auf dem Rücken des Kindes zu verteilt.
  • Die Schultergurte sollten festgezogen sein, um die Last näher am Rücken zu halten.
  • Gegenstände organisiert einpacken: Schwerere Dinge gehören nach unten und in die Mitte.
  • Kinder sollten nicht zu schwer tragen und nur die Gegenstände mitnehmen, die sie tatsächlich jeweils an diesem Tag benötigen. Unnötige Bücher sollten sie zu Hause oder in der Schule deponieren.
  • Wenn Kinder ihren Schulranzen hochheben, sollten sie von Anfang an lernen, dabei die Knie und nicht den Rücken zu beugen.

Kribbeln oder Taubheitsgefühle in den Armen oder Beinen sind Warnzeichen für eine schlechte Passform oder ein zu hohes Gewicht des Rucksacks oder Schulranzens.


Quelle: https://www.kinderaerzte-im-netz.de

Foto: © Syda Productions - stock.adobe

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