Schreiben statt tippen

Tablet und virtuelle Tastatur – damit gehen Kinder wie Erwachsene heute ganz selbstverständlich um. Doch Neurowissenschaftler haben festgestellt, dass Handschriftliches einen Denkprozess einschließt, der beim Tippen an der Tastatur wegfällt. Schreiben mit der Hand ist also Training fürs Gehirn, weil es das motorische Gedächtnis aktiviert. Ideal dafür geeignet sind handschriftliche Tagebucheinträge. Aber es reicht auch schon, den Einkaufszettel mit Hand zu notieren, Telefonnummern auf Papier zu schreiben oder To-Do-Listen handschriftlich zu führen.

Auch wenn es ums Schreibenlernen geht, sollten Papier und Bleistift her. Die Testreihe eines Forschungsteams der Uni Ulm um Professor Markus Kiefer ergab aktuell, dass sich Kinder damit am besten die Buchstaben einprägen können. „Handbewegungen helfen uns im wahrsten Sinne des Wortes dabei, die Welt zu begreifen. Wenn wir mit der Hand schreiben, wird die visuelle Gedächtnisspur von der motorischen Gedächtnisspur unterstützt, weil es einen direkten Zusammenhang zwischen der Form der Buchstaben und der ausgeführten Bewegung gibt“, erklärte Kiefer.

Foto: © goodluz - stock.adobe

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