Auf Erfolgskurs: TREFFPUNKTE für junge Erwachsene mit Krebs

Vor drei Jahren ins Leben gerufen, sind die TREFFPUNKTE eines der erfolgreichsten Projekte der im Jahr 2014 gegründeten Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs. Initiatoren sind die jungen Betroffenen selbst. Neben der Organisation engagieren sie sich inhaltlich für die Anliegen und Ziele der Stiftung. Darüber hinaus dienen die TREFFPUNKTE aber auch dem Austausch untereinander. Gemeinsame Essen, Ausflüge oder andere Aktivitäten schaffen die dafür notwendige ungezwungene Atmosphäre. Mittlerweile sind 28 TREFFPUNKTE mit bundesweit mehr als 1.000 Betroffenen aktiv. Weitere sind in Planung.

Aktive aus den TREFFPUNKTEN nehmen an Patiententagen und Kongressen teil, organisieren Themenabende und stehen für Interviews zur Verfügung. Sie sensibilisieren die Öffentlichkeit für das Thema und gehen aktiv auf Multiplikatoren zu. Damit beruht der Erfolg der TREFFPUNKTE maßgeblich auf der Eigeninitiative der Betroffenen und ihrem Einsatz für andere junge Erwachsene mit Krebs.

"Es ist uns sehr wichtig, nicht nur die Öffentlichkeit, sondern auch zukünftige Ärztinnen und Ärzte für unsere besondere Situation zu sensibilisieren", erklärt die 39-jährige Rebecca vom TREFFPUNKT Thüringen. Die Krankenschwester war an Leukämie erkrankt und gründete den ersten TREFFPUNKT in Deutschland. Besonders wichtig für alle Mitglieder ist das Gefühl, mit der Diagnose nicht allein zu sein.

Prof. Dr. med. Mathias Freund, Kuratoriumsvorsitzender der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs, weist auf die besonderen Probleme bei Krebserkrankungen im jungen Erwachsenenalter hin: "Pro Jahr erkranken in Deutschland ca. 15.000 junge Frauen und Männer im Alter zwischen 18 und 39 Jahren neu an Krebs. Zwar können dank des medizinischen Fortschritts mehr als 80 % der jungen Patientinnen und Patienten geheilt werden, doch bedeutet 'geheilt' immer noch nicht 'gesund'. Viele der Betroffenen leiden im Anschluss an die teilweise schweren chemo- und strahlentherapeutischen Interventionen an kognitiven, körperlichen, emotionalen und sozialen Langzeitfolgen."

"Viele der betroffenen jungen Menschen wollen aktiv werden, anderen helfen und schnell wieder ins Leben und in den Beruf zurück. Ihr Engagement beeindruckt uns immer wieder aufs Neue", sagt Prof. Dr. med. Diana Lüftner, Vorstand der Stiftung.

Quelle: www.junge-erwachsene-mit-krebs.de

Foto: © william87 - stock.adobe

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