Alzheimer oder nur vergesslich?

Die Hälfte der Deutschen befürchtet eine Demenz im Alter. Besonders sorgen sich Menschen, die häufig etwas verlegen, Namen, Gesichter, Worte oder Termine vergessen. Doch die meisten davon sind kerngesund.

Die Alzheimer-Demenz betrifft die in Deutschland rund eine Million Menschen, meist ab dem 60. bis 65. Lebensjahr. Zunächst fällt dabei eine normalerweise harmlose Vergesslichkeit auf: Worte entfallen, Gegenstände werden verlegt, Namen, Zusammenhänge und Gesichter vergessen. Menschen werden begrüßt oder Kommentare nickend bestätigt, ohne dass die Betroffenen diese einordnen könnten. Die Wohnung wird immer seltener verlassen, soziale Kontakte und neue Situationen zunehmend gemieden.

Betroffene überblicken immer schlechter, ob sie das Wasser abgestellt und den Herd ausgeschaltet haben oder welcher Weg zurück nach Hause führt. Häufig sind Depressionen, Angstzustände, Aggression, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, fehlende Krankheitseinsicht bis hin zu Wahnvorstellungen die Folge. Das Sprechen fällt schwerer, bis es im Spätstadium versiegt. Einfache alltägliche Verrichtungen wie Kleidungsstücke oder Schuhe an- und ausziehen, Besteck oder Toiletten benutzen werden schließlich „verlernt“. Betroffene verlieren zunehmend das Wissen über Ort und Zeit. Demenz (mit Alzheimer-Demenz als Hauptvertreter) ist daher der häufigste Grund für Pflegebedürftigkeit in Deutschland

Allerdings befürchten viele Menschen grundlos, an Alzheimer zu leiden: Sofern die Vergesslichkeit bereits seit Jahren unverändert besteht oder phasenweise auftritt, beruht sie meist auf Veranlagung, Stress, Konzentrationsproblemen, Übermüdung oder anderen schwankenden Einflüssen. Hier schaffen Bewegung, Entspannung, Entlastung, Stress-, Arbeits- und Zeitmanagement Abhilfe.

Foto: efired - stock.adobe.com

Zurück