Als Mitglied

Als Mitglied

Als gesetzliche Krankenversicherung bieten wir Ihnen alle Möglichkeiten der gesetzlichen Krankenversicherung an. Unsere BKK ist geöffnet für Versicherte, die im Land Nordrhein-Westfalen wohnen oder arbeiten.

Versicherte, deren Ehe- oder Lebenspartner bereits bei uns versicherte sind, können unsere BKK natürlich auch wählen. Bei Umzug- oder Arbeitgeberwechsel bleibt die Mitgliedschaft bei uns natürlich weiterhin möglich.

Beschäftigte

Wenn Sie als Arbeitnehmer beschäftigt sind, gilt in den meisten Fällen der allgemeine Beitragssatz. Dieser Beträgt 16,0 Prozent inklusive dem kassenindividuellen Zusatzbeitrag. Der Arbeitgeber übernimmt die Hälfte des allgemeinen sowie des Zusatzbeitrages und überweist diesen - zusammen mit anderen Beiträgen zur Sozialversicherung (z.B. Renten- und Arbeitslosenversicherungsbeitrag) direkt an uns.

Es gibt Arbeitnehmer, die keinen Anspruch auf Krankengeld haben. Dazu gehören zum Beispiel Altersvollrentner, die nebenher noch als Beschäftigte arbeiten. Hier gilt der ermäßigte Beitragssatz von 14,0 Prozent. Hinzu kommt auch hier der kassenindividuelle Zusatzbeitragssatz von 1,4 Prozent. Der Arbeitgeber übernimmt davon 7,7 Prozent. Den andere Hälfte zahlt der Arbeitnehmer.

Ihr Beitrag wird aus Ihrem Lohn oder Gehalt berechnet. Bei Beschäftigten werden Lohn- oder Gehalt berücksichtigt. Dabei bleiben Beträge über 4.537,50 EUR mtl. außer Ansatz.

Mini-Jobs (bis 450,00 EUR oder zeitlich in bestimmtem Umfang befristete Jobs) führen nicht zur Versicherungspflicht.

Midi-Jobs

Sobald Ihr Bruttoverdienst 450,00 EUR monatlich regelmäßig übersteigt, besteht ein versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis (Ausnahme: bestimmte befristete Arbeitsverhältnisse).

Von 450,01 EUR bis 1.300,00 EUR Bruttoverdienst besteht ein Midi-Job (Gleitzone).

Die Midi-Jobs sind für Arbeitgeber interessant, da diese - trotz bestehender Sozialversicherungspflicht - einen relativ geringen Teil des Beitrages selber tragen.

Gehaltsrechner

Unser Gehaltsrechner gibt allen Beschäftigten einen Überblick über Butto- und Nettolohn (unverbindlich).

Freiwillig Versicherte

Die Beiträge für die freiwillige Versicherung sind abhängig davon, wie genau Sie versichert sind. Für Selbstständige und freiwillig versicherte Arbeitnehmer sowie freiwillig versicherte Rentner gibt es besondere Regeln.

Freiwillig Versicherte - Neuerungen ab 01. Januar 2018

Mit Wirkung ab dem 01.01.2018 wird das Verfahren einer vorläufigen Festsetzung der Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, insbesondere für die Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit sowie Vermietung und Verpachtung, als Regelverfahren eingeführt.

Für Ihre Beitragsbemessung greift dann ein ähnliches Prinzip, wie Sie es von Ihrer Strom- oder Wasserabrechnung kennen. Die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge für das laufende Kalenderjahr werden zunächst vorläufig nach dem letzten vorliegenden Einkommensteuerbescheid erhoben und dann – sobald Ihre tatsächlichen Einkünfte des betreffenden Kalenderjahres per Einkommensteuerbescheid festgestellt wurden – rückwirkend endgültig festgesetzt.

Somit werden zukünftig genau die Einkünfte berücksichtigt, die in dem jeweiligen Kalenderjahr tatsächlich erzielt wurden. Die Beiträge entsprechen also – im Gegensatz zur alten Regelung – immer Ihrer aktuellen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.

Studenten

Die meisten Studenten sind noch über Ihre Eltern kostenlos familienversichert (bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres). Wenn eine Familienversicherung nicht mehr möglich ist, gelten Beitragssätze, die der Gesetzgeber für alle Kassen gleichermaßen festgelegt hat. Man spricht dann von der Krankenversicherung der Studenten. Diese ist, wie bei Arbeitnehmern eine Pflichtversicherung.

Für pflichtversicherte Studenten beträgt der Beitrag zur Krankenversicherung ab dem Wintersemester 2019/2020 76,04 EUR zuzüglich des kassenindividuellen Zusatzbeitrags in Höhe von 1,4%.

Der Beitrag zur Pflegeversicherung beträgt 24,55 EUR für kinderlose Studenten bzw. 22,69 EUR für diejenigen, die bereits Eltern sind. Grundlage für die Berechnung ist der BAföG-Satz in Höhe von 744,00 EUR.

Wenn Sie bereits mehr als 14 Fachsemester studiert haben oder älter als 30 Jahre sind, dann ist eine Pflichtversicherung als Student nicht mehr möglich.

Sie können sich im Anschluss für die Dauer von sechs Monaten zu einem ermäßigten Beitrag freiwillig weiterversichern. Dies ist möglich, wenn Sie weiterhin immatrikuliert sind und Ihre monatlichen Einnahmen nicht über 1.038,33 EUR liegen.

FKM_BKK AB_FB_Studierende-KV-2018_SCREEN.pdf
FKM_BKK AB_FB_Studierende-KV-2018_SCREEN.pdf

Rentner

Als Rentner können Sie entweder pflicht- oder freiwillig versichert sein. Für pflichtversicherte Rentner gelten die Regelungen zur Krankenversicherung der Rentner. Für freiwillig versicherte Rentner gelten teilweise andere Bestimmungen. Hieraus ergeben sich z.B. Unterschiede beim Beitrag. 

Um als Rentner versicherungspflichtig zu sein, muss die Vorversicherungszeit erfüllt sein (sog. 9/10-Regelung).

Zum 01.08.2017 ist eine Gesetzesänderung in Kraft getreten, die sich auf die Vorversicherungszeit der Rentner bezieht. Hierbei handelt es sich um eine Anrechnung von drei Jahren je Kind. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um ein leibliches Kind oder um ein Stiefkind, Adoptivkind oder Pflegekind handelt.

Sofern die Vorversicherungszeit aktuell nicht erfüllt ist und Sie eine Überprüfung wünschen, wenden Sie sich mit einem formlosen Antrag an uns und fügen bitte für jedes zu berücksichtigende Kind einen entsprechenden Nachweis, z. B. in Form von Geburtsurkunden, bei. Ergibt die Überprüfung, dass die Voraussetzung für die Krankenversicherung der Rentner (KVdR) erfüllt ist, erfolgt die Umstellung der Versicherung rückwirkend zum 01.08.2017. Falls nicht, ergeben sich keine Veränderungen.

Ihre Vorteile in der KVdR:

  • Sie zahlen die Beiträge nur noch aus Renten, Versorgungsbezügen und Arbeitseinkommen ohne Berücksichtigung von Mindestgrenzen
  • Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung oder Kapitalerträge sind nicht mehr beitragspflichtig
  • Die Zahlung der Beiträge übernimmt in der Regel die Rentenversicherung direkt

Sofortiges Krankenkassenwahlrecht bei Arbeitgeberwechsel

Neuregelung für pflichtversicherte Arbeitnehmer durch ein Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) vom 11.09.2018

Laut dem Urteil des Bundessozialgerichtes haben pflichtversicherte Arbeitnehmer bei einem Arbeitgeberwechsel ein sofortiges Krankenkassenwahlrecht.

Diese Regelung ist an folgende Voraussetzungen geknüpft:

  • Eintritt einer Änderung im Versicherungsverhältnis, z. B. Arbeitgeberwechsel
  • Erfüllung der 18-monatigen Bindungsfrist bei der Vorkasse
  • Der bzw. die Versicherte hat keinen Wahltarif abgeschlossen. Hierdurch wird ggf. eine längere Bindungsfrist begründet
  • Die Mitgliedsbescheinigung muss dem neuen Arbeitgeber innerhalb der ersten zwei Beschäftigungswochen vorgelegt werden. Wird die Frist versäumt, erfolgt die Anmeldung bei der bisherigen Krankenkasse

In den Fällen, in denen die Bindungsfrist erfüllt ist und die Mitgliedschaft bei der bisherigen Krankenkasse fortgesetzt wird, entsteht ab dem Zeitpunkt des Arbeitgeberwechsels eine neue 18-monatige Bindungsfrist.

Die Gesetzesänderung gilt für Änderungen im Versicherungsverhältnis, die ab dem 09. April 2019 im Rahmen des passiven Wahlrechts bei der ursprünglichen Krankenkasse begründet werden.

Die Beurteilung der Versicherungspflicht ist von vielen Faktoren abhängig.

Hierbei beraten wir Sie gerne:

Ansprechpartner: Freiwillige Versicherung, Rentner und Studenten

Benedikt Feldmann

Teamleiter

Telefon: 02732 767-130

Silke Adams

Freiw. Krankenversicherung, Rentner & Studenten

Telefon: 02732 767-132

Lisa Tautz

Freiw. Krankenversicherung, Rentner & Studenten

Telefon: 02732 767-136

Nicole Blazejezak

Freiw. Krankenversicherung, Rentner & Studenten

Telefon: 02732 767-135

Einen genauen Überblick finden Sie hier:

Ebooks Versicherung

Informationen zum Thema Ebooks Versicherung

Minijobs und Gleitzone

Einen Überblick über die Möglichkeiten der Mini- oder Midijobs

Arbeitsentgelt & Beiträge

Informationen zu den Themen Arbeitsentgelt und Beiträge