Warum bin ich ständig müde?

Laut einer Studie fühlt sich ein Drittel der Menschen immer müde. Meist liegt es an einem falschen Lebensstil: zu wenig Schlaf, schlechte Ernährung oder falsche Schlafhygiene. Erfahren Sie die häufigsten Gründe, warum Sie sich ständig müde fühlen – und die wichtigsten Tipps dazu.

Zu viele Kohlenhydrate

Schnell aufgenommene Kohlenhydrate, z. B. aus Nudeln, Marmeladebrot oder Industriezucker, treiben den Blutzucker nach oben. Die Bauchspeicheldrüse hält mit Insulin dagegen, das den Zuckerwert daraufhin unter das Normalmaß absenkt. Dies macht müde und animiert zum nächsten Snack. Tauschen Sie daher Zucker und reine Kohlenhydratmahlzeiten durch Vollkornprodukte und ballaststoffreiche Mischkost mit Gemüse und Hülsenfrüchte aus.

Lebensmittelunverträglichkeiten

Lebensmittelallergien und -unverträglichkeiten können sich nicht nur durch Übelkeit, Mundbrennen, Ausschlag, Blähungen und Durchfall, sondern auch durch ständige Müdigkeit äußern. Am häufigsten werden Gluten, Milchprodukte, Eier, Soja und Mais schlecht vertragen. Zur Abklärung können Sie einen Arzt aufsuchen oder verdächtige Lebensmittel über zwei Wochen weglassen und dann wieder zuführen: Bei einer Allergie oder Unverträglichkeit werden die Beschwerden zunächst zurückgehen und bei erneutem Kontakt umso deutlicher wieder auftreten.

Zu wenige Kalorien

Die Angst vor ungesunder Ernährung führt viele Menschen in den Mangel. Sie hungern, statt gesund zu genießen. Werden jedoch zu wenige Kalorien aufgenommen, verlangsamt sich der Stoffwechsel, und Erschöpfung stellt sich ein. Daher sollten Sie Ihren täglichen Kalorienbedarf kennen und berücksichtigen – je nach Alter und Aktivität i. d. R. zwischen 2.000 und 2.500 kcal. Auch ein Vitamin-D-, Eisen-, Vitamin-B-12- oder Mineralstoffmangel kann durch Mangelernährung entstehen – und führt ebenfalls zu Müdigkeit.

Zu wenig Eiweiß

Eiweiß kann den Stoffwechsel anregen. Dies kann hilft nicht nur beim Abnehmen, sondern auch gegen Müdigkeit. Bauen Sie hochwertige Eiweißquellen wie Hühnerei, Bohnen oder Linsen in den täglichen Speiseplan ein.

Selten trinken

Die biochemischen Prozesse im Körper benötigen Wasser. Fehlt dieses, kommt es zu einer leichten Dehydration, die den Energieumsatz – und damit Ihre Aktivität senkt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt täglich etwa 1,5 l Wasser für einen Erwachsenen. Bei körperlicher Aktivität, Schwitzneigung oder Wärme kann dieser Bedarf um ein Mehrfaches steigen.

Sportabstinenz

Körperliche Inaktivität und Trägheit führen zu Energielosigkeit und ständiger Müdigkeit. Besonders, wer den Großteil des Tages im Sitzen verbringt – ob am Schreibtisch oder unterwegs – muss sich zum Ausgleich viel bewegen. Dies bringt neue Energie und erhöht die Kalorienverbrennung des Körpers.

Schlafmangel

Obwohl dies auf der Hand liegt, kommt nicht jeder darauf: Viele Menschen schlafen einfach zu wenig und sind deshalb immer müde. Denn im Schnitt benötigen wir sieben Stunden erholsamen Schlaf. Wer ausreichend und regelmäßig – auch am Wochenende – schläft, abends entspannt herunterfährt, nicht zu spät isst und sich tagsüber bewegt hat, schläft im Schnitt besser. Auch ein 15- bis 25-minütiger Mittagsschlaf kann die Erholung fördern.

Falsche Schlafzeit

Wer – abgesehen vom kurzen Mittagsschlaf – tagsüber schläft, stört den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus. Dies kann zu chronischer Erschöpfung führen. Besonders Schichtarbeiter und „Nachteulen“ sind davon betroffen. Am besten folgt der Schlaf dem Tageslicht. Wer am Tag schlafen muss, sollte auf die nötige Ruhe achten und den Raum ganz abdunkeln.

Dauerstress

Ein gewisses Maß an Anspannung ist vollkommen normal. Doch dauerhafter und extremer Stress führt zu Erschöpfung und ständiger Müdigkeit. Ignorieren Sie daher Stress nicht einfach, sondern senken Sie Belastungen auf ein gesundes Maß und bauen Sie Entspannung in jeden Tag und jede Woche ein, darunter Sport, Yoga, Meditation, Spaziergänge oder einfach Nichtstun.

Quelle: EAT SMARTER, Portal für ausgewogene Ernährung, Fitness und Gesundheit, www.eatsmarter.de

Foto: Fotolia, thodonal

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